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Buchempfehlungen der Redaktion Globalscout

 

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Auf dem Beratermarkt da draußen tummelt sich nämlich eine Menge Einäuiger, die sich königlich damit aufblähen, dass sie ein bisschen weniger blind sind als ihre Kunden. Damit lässt sich viel Geld verdienen. Immerhin hatte die Empörung über meinen Marketingexperten meine Neugier geweckt, und irgendwann bin ich dann wieder gestolpert, und zwar über Robert Nabenhauer. Oder sagen wir besser, es war umgekehrt, denn im Rahmen seiner Aktivitäten, Kontakte zu sammeln, tauchte ich in seinem Verteiler auf. Und schließlich landeten seine drei Marketingbücher als Besprechungsexemplare auf meinem Schreibtisch.

Bessere Vertriebseffizienz durch Automatisierung der Vertriebsanbahnung

Dass ich für gute Bücher empfänglich bin, macht das Ganze zu einer freiwilligen Angelegenheit. Das ist mir wichtig - für meine Leser und für mich. Robert Nabenhauer und ich haben dann sogar ein persönliches Gespräch geführt. Ich erlebte ihn als sehr aufrichtig, zugänglich und wirklich nett. Auch ohne das hätte ich mich freiwillig mit den Büchern beschäftigt, auf denen in diesem Fall sein Name steht. Um es vorweg zu nehmen: Zusammen sind diese drei Titel für mich der bisher beste Anwenderbericht zu XING, das "Business"-Netzwerk im Internet. Mein Interesse für das Thema hat jedoch einen weiteren Grund.

Ein Freund von mir, nennen wir ihn Olaf, hat über 4000 Freunde und Geschäftskontakte. Als ich ihn letztens auf einer Messe ansprach: "Hallo, Olaf ..." und mich für seine Geburtstagsgrüße bedanken wollte, schubste mich sein Pressereferent beiseite. Und Olaf, mein Freund, schnauzte mich an, was mir denn einfiele, ihn zu duzen.

Ich habe also mit dem Praxisleitfaden "XING erfolgreich nutzen" angefangen und finde ihn aufgrund der Erfahrungen, die darin geschildert werden, sehr nützlich. Schritt für Schritt führt der fast 400 Seiten starke Praxisleitfaden durch vermutlich alle Funktionen für das Netzwerken mit XING, die bis zum Erscheinen des Bandes bekannt waren. Die Empfehlungen wirken sehr vollständig und mit all den Screenshots als Modell nachvollziehbar.

Ein Nachteil der XING-Bücher und anderer Bücher zu Sozialen Netzwerken ist allerdings, dass sich die Umgebung über Nacht ändern kann, in der sie uns Orientierung geben sollen. Hier ist dann entweder eine neue Auflage der Bücher gefragt oder eben die Fähigkeit, das Gelernte im neuen Umfeld wieder zu entdecken. Das eine müsste der Verlag leisten, das andere können wir selbst tun.

Manches bleibt jedoch: Das Versprechen zum Beispiel, dass sich nach einer gewissen Einarbeitung die Vertriebseffizienz durch die Automatisierung der Vertriebsanbahnung verbessert. Das jedenfals hatte ich schon öfter gehört. Leider hat dieses große Versprechen noch kein Anbieter wirklich eingelöst. Ich denke, die meisten Nutzer sind vor allem in einem "Business"-Netzwerk, weil sie etwas anbieten möchten. Und wo lauter Anbieter sind, sinkt die Zahl derjenigen, die auch kaufen wollen.

Mein Freund Olaf ist ein Anbieter. Und er lebt prächtig davon, dass er erklärt, wie man anbietet. Das ist vermutlich unser einziges gemeinsames Interesse - aber von verschiedenen Seiten.

Leider ist es bei den sozialen und "Business"-Netzwerken eben noch immer so, dass deren Betreiber mit allen Tricks und Kniffen Menschen sammeln wie der Teufel die Seelen. Viele dieser Seelen schmoren dann in der Netzwerkhölle, sind frustriert und bessern mit ihrer Visitenkarte, die sie niemals wieder löschen können, kurz darauf lediglich nur noch die Statistiken der Netzwerkanbieter auf: "Das Internet vergisst nie!" Wer einmal im Netzwerk ist, bleibt Köder für weitere Kunden und lockt am Ende seine eigenen, nichts Böses ahnenden Freunde in die gleiche Falle.

Früher hieß es, dass es aus dem Wald herausschallt, wie man in ihn hineinruft. Der Praxisleitfaden "XING erfolgreich nutzen" könnte dazu beitragen, dass diejenigen, die in den Wald hineinrufen, endlich auch in einer ähnlicheren Sprache als bisher eine Antwort erhalten. Denn Sender und Empfänger sind in den Netzwerken bisher eher noch seltener kompatibel als im richtigen Leben: Viele Millionen XING-Nutzer schauen in die gleiche Richtung - und aneinander vorbei.

Warum also wusste Olaf meinen Geburtstag, bezog sich auf die Bücher, die ich geschrieben und/oder besprochen hatte, wusste aber nicht mehr, dass wir per Du waren?

So vollständig und von Begeisterung getragen der Praxisleitfaden "XING erfolgreich nutzen" aus dem Nabenhauer-Verlag ist, es fehlt mir ein Warnhinweis. Jede wirklich gemeinsame und erfolgreiche Erfahrung in jedem Sozialen Netzwerk im Internet ist nach wie vor vor eher zufällig, sie in einen wirklichen persönlichen Kontakt zu überführen, dagegen genauso aufwendig wie im richtigen Leben. Die meisten Nutzer "wohnen" eben nicht in XING-Dorf, sondern zappen sich mehr oder weniger hilflos ab und zu hindurch. Denn um all die ordentlich dargestellten Empfehlungen aus dem Praxisleitfaden "XING erfolgreich nutzen" umzusetzen und zu pflegen, bräuchte man ein ganzes Team - oder das Thema Internetmarketing als Hauptberuf.

Das Testergebnis von drei wohlwollenden Wochen Nabenhauer und anderen Autoren lautet daher: Ich hatte kaum noch Zeit für mein eigentliches Kerngeschäft mit Menschen aus richtigem Fleisch und Blut, denen der Kaffee zu heiß ist und die sich mit Kuchensahne bekleckern und eben dadurch menschlich wirken. "Web 2.0"-Kontakte duften nicht, sie fühlen sich auch nicht irgendwie an und man hört sie auch nicht Aua! schreien, wenn man sie über Hunderte von Kilometern mit Informationen zuballert, die sie gar nicht haben wollen.

Olaf will nicht wirklich Freunde. Er will Kontakte, die vor allem aus Bits und Bytes bestehen. Der Rest interessiert ihn nicht.

Immerhin lebt der Nabenhauer-Verlag mit seinen drei Büchern genau das vor, was er predigt. Für knapp 120 Euro für alle drei Titel hat man eine Menge zum Nachschlagen für die nächsten Wochen. Ich bin beeindruckt. Und doch halte ich es für unwahrscheinlich, dass die drei Bücher meine Lebensqualität erhöhen werden, es sei denn, ich würde meine Marketingaktivitäten delegieren, wie es  vermutlich der erfolgreiche Unternehmer für Folienverpackungen, Robert Nabenhauer, tut.

Dann aber wäre für mich der ganze XING-Kram nicht mehr persönlich, sondern ich stünde genau da, wo ich auch früher schon war. Das heißt, eigentlich stünde ich nicht mehr, sondern säße. Und zwar noch länger als bisher und vor dem Bildschirm.

Olaf hat mit keine Ruhe gelassen. Irgendwie hatte er mich, ich ihn oder irgendjemand mich für ihn ja angezogen.


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