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Eckhard Kruse - Der Geist in der MaterieEckhard Kruse
Der Geist in der Materie

KEN. »Der Geist in der Materie« - das klingt ein bisschen nach »Bezaubernder Jeannie« aus den Sechzigerjahren. Trotz allen Augenzwinkerns geht es in Eckhard Kruses Buch jedoch um ein ernstzunehmendes Plädoyer für die Begegnung von Wissenschaft und Spiritualität.

 
 

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Eckhard Kruse studierte Informatik und promovierte auf dem Gebiet der Robotik und Bildverarbeitung. Er arbeitete acht Jahre in der industriellen Forschung als Projekt- und Gruppenleiter und ist seit 2008 Professor für Angewandte Informatik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

Wissenschaftlichkeit und Spiritualität dürfen sich auf jedem Niveau begegnen

Dual ist auch sein Ansatz bei »Der Geist in der Materie«. Da gibt es auf der einen Seite Schulwissenschaftler (»Schuwis«), die zum Beispiel als Neurowissenschaftler mit Kernspintomographen Gehirnaktivitäten messen und vielleicht sogar von Schwingungen reden. Auf der anderen Seite verstehen beim gleichen Prozess die Spirituellen oder Esoteriker (»Esos«) unter Schwingungen etwas ganz anderes. »Vibrations« zum Beispiel.

In beiden Teams gibt es »Energie«, die jeder anders definiert, während es gleichzeitig Überschneidungen gibt. Auch der Schuwi spürt, wenn in einem Team eine gute Energie vorherrscht, selbst wenn sich das die seinen Messinstrumenten genauso entzieht wie das Phänomen Liebe. Die lässt sich bestenfalls noch mit dem Konzept der Vermehrung und dem Schutz der Nachkommen bis zur Selbstständigkeit erklären.

Schon immer wollten die Menschen die Welt erklärt wissen. Was dabei die Religionen leisteten, wurde mit der Zeit von der Wissenschaft übernommen. Bis auf ein paar uneinsichtige Schöpfungsverfechter erkennen viele fromme Menschen die Forschung durchaus als Ergänzung ihres religiösen Weltbildes an. Umgekehrt schützen sich begabte Wissenschaftler mit religiösen Argumenten als finale Stellvertreter vor all den Fragen, die wissenschaftlich anders (noch) nicht beantwortet werden können.

Irgendwo dazwischen gibt es das eher diffuse »Eso-Land«, dessen Bewohner sich nicht scheuen, sich im Religionsland zu bedienen, sagt Eckhard Kruse: »Statt sich über Eigenheiten der Religion aufzuregen, spaziert er (Eso) frech hinein und schnappt sich alles, was er verwenden kann. Gott, Jesus, Engel, Sinn, Moral, Jenseits, Wunder, Heiliges oder manch schönes Bibelzitat: Prima, nehme ich alles mit, mal gucken, was ich daraus machen kann. Wenn er dann noch Mystik, Selbsterfahrung, Meditation und Innerlichkeit einpackt, werden es viele Religionsland-Bewohner nicht einmal bemerken. Dogmen, Zölibat, Teufel, Fegefeuer, Hölle, Sünden und Kondomverbot lässt er da. Und an Gebote hängt Eso stets den Zusatz: 'Wenn es sich richtig für dich anfühlt.'«

Das klingt ein bisschen böse – gegen Eso –, tatsächlich sucht Eckhard Kruse das Gespräch mit beiden Extremen der Welterklärer. Sie sollten einander wahrnehmen, denn vielleicht stimmt es ja, wie der englische Philosoph und Naturforscher Julian Huxley gesagt haben soll: »Wir sind nicht die Krone der Schöpfung, sondern die Neandertaler von Morgen«. Eckhard Kruse ergänzt: »Wer nur rückwärts einen Berg besteigt, kann sich zu jedem Zeitpunkt einreden, er wäre auf dem Gipfel und hätte die beste Aussicht – bis er den nächsten Schritt tut.«

Also sind zwischen Wissenschaft und Spiritualität offene Kanäle gefordert, statt jeweils zu versuchen, die Welt für sich zu vereinnahmen. Vielleicht, so schließt Eckhard Kruse, könnten sich Schulwissenschaftler und Vertreter der Spiritualität zusammentun, um geistige Phänomene wissenschaftlich zu erforschen und besser zu verstehen. Wie bei den Religionen könnte es dann so etwas geben wie eine Ökumene und die »im ganz großen Stil«.

Der »Geist in der Materie« ist ein weiterer Aufruf für eine Begegnung von Wissenschaftlern und Spiritualität. Ich denke dabei an die Diskussionen, die Renée Weber in »Alles Leben ist eins - Die Begegnung von Quantenphysik und Mystik« zusammengetragen hat. Darin kommen der Astrophysiker Stephen Hawking und der Dalai Lama ebenso zu Wort wie der britische Biologe Rupert Sheldrake und der Philosoph und Theosoph Krishnamurti.

Auch wenn diese großen Denker sich sicher ebenfalls darum bemüht haben, bricht Eckhard Kruse ihren Aufruf auf ein allgemeinverständliches Maß herunter. Und die Einladung gilt: Wissenschaftlichkeit und Spiritualität schließen einander nicht aus. Sie dürfen sich auf jedem Niveau begegnen.



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