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Ulrich Schnabel - Was kostet ein Lächeln? Ulrich Schnabel
Was kostet ein Lächeln?

KEN. So sehr wir uns einbilden mögen, dass der Verstand unser Handeln bestimmt, am Ende geht es doch um Emotionen. Und am Anfang wahrscheinlich auch. Ulrich Schnabel impft uns mit »Was kostet ein Lächeln?« dagegen, dass unsere Emotionen missbraucht werden.

 
 

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Leider ist das nämlich so. Was auch immer wir tun oder lassen, wird von unseren Gefühlen angestoßen, oder aber es verletzt sie. Wir kaufen, weil wir uns danach gut fühlen wollen – oder beispielsweise sicher, wenn es um Versicherungen oder den Seiten-Airbag geht. Sollte Sicherheit eines unserer vorrangig angestrebten Emotionen sein, wird der Vertreter oder der Autoverkäufer Erfolg bei uns haben.

Von der Macht der Emotionen in unserer Gesellschaft

»Wir schaffen das!«, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel in diesen Tagen und stöß die Willkommenskultur an. Deutschland ist hilfsbereit, gastlich, freundlich, nützlich, und es feiert wie seinerzeit nach dem Fall der Mauer. Gefühle sind gut, auch als Orientierung dafür, ob wir uns mit unseren Entscheidungen weiterhin sicher fühlen werden. Wir könnten schließlich enttäuscht werden und anfangen zu zweifeln.

Ulrich Schnabel schreibt über Emotionen. Wie sie entstehen und wie wir sie lernen. Er schreibt über die Biologie und Chemie der Emotionen von der Wiege bis zur Bahre, und er berichtet darüber, wie wir in unseren Entscheidungen eben nicht so frei sind wie wir meinen. Schließlich wissen die Wirtschaft, die Werbung und Politiker, die wiedergewählt werden wollen, ebenfalls, dass wir am Ende nur eines haben wollen: gute Gefühle.

Gefühle steuern uns nach Ulrich Schnabel mehr als wir uns in der Regel eingestehen mögen: »Sie sind es, die unsere Wahrnehmung prägen und über intuitive Bewertungen entscheiden.« Wir entscheiden nach emotionalen Kriterien, mindestens also danach, ob sich etwas als richtig oder falsch »anfühlt«.

In dem Zusammenhang führt Ulrich Schnabel den Begriff »emotionale Ansteckung« ein, der auf die Psychologin Elaine Hatfield in den 1990er Jahren zurück geht. Menschen haben in der Regel die Fähigkeit zur Empathie. Sie empfinden und leiden mit, was auch mit den oft zitierten Spiegelneuronen zusammenhängt. Das macht uns – in Freud und Leid – empfänglich für Botschaften, die wir aus der Distanz heraus als Überschwang mindestens in Frage stellen oder rundheraus ablehnen würden. Es lohnt sich deshalb, bewusster zu empfinden, über die aktiven Emotionen nachzudenken und »Was kostet ein Lächeln?« zu lesen.

Ulrich Schnabel spricht in seinem Buch mit Menschen, die genau das taten. So hätte Clownin Barbara Pachl-Eberhardt in der Nähe von Wien sich einer unendlichen Trauer ergeben können, als 2008 ihr Mann und wenig später im Krankenhaus ihre beiden Kinder als folge dieses Zusammenpralls von Auto und Zug ums Leben kamen.

Als Barbara Pachl-Eberhardt den Unfallort erreicht, weiß sie nur, »dass hier etwas geschieht, das alle Grenzen sprengt.« Das Ereignis ist nach menschlichem Ermessen zu groß, als dass sie es fassen könnte. Sie wundert sich später über die Ruhe, die als Reaktion darauf »seltsamerweise« über sie kam. Als sie sich auf den Schmerz einlassen und trauern kann, erinnerte sie sich an die Clownsregel: »Keine Pläne. Keine Ideen. Lass Dich überraschen und mach das Beste aus jeder Situation.«

Die Zusammenfassung des Ereignisses, das Barbara Pachl-Eberhardt in ihrem eigenen Buch »Vier minus drei« schildert, ist erschütternd genug. Doch die Kraft, die diese starke Clownin aus ihrem Schicksal gewinnt, steckt ebenfalls an. Vielleicht ist es ja genau das, wofür ein Buch über die Macht der Emotionen in unserer Gesellschaft gut ist:

Wir sollten wertschätzender und achtsamer mit unseren Gefühlen umgehen und uns erlauben, über sie nachzudenken. Zu welchen Gedanken und Verhaltensweisen regen sie uns gerade an? Und entsteht das, was wir gerade empfinden, aus uns selbst heraus oder weil jemand da draußen mit einer bestimmten Absicht möchte, dass wir uns in seinem Sinn verhalten?

Wer sich auf Ulrich Schnabel und seine Betrachtung der Emotionen einlassen mag, geht danach möglicherweise mit gesellschaftlichen Entwicklungen anders um. Er nimmt die Nachrichten anders wahr, wählt kritischer und kauft vielleicht sogar eher Dinge, die er wirklich braucht, statt all das, was gerade modern ist und das jeder einfach haben muss. Um der emotionalen Ansteckung zu widerstehen, sollten wir bereit sein, Ereignisse aus der Distanz zu betrachten, bevor wir uns dann wieder auf die tatsächlich eigenen Gefühle einlassen.


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