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Catherine Mayer – Charles mit dem Herzen eines KönigsCatherine Mayer
Charles - Mit dem Herzen eines Königs

KEN. Catherine Mayer zeichnet in »Charles – Mit dem Herzen eines Königs« mehr als ein einfaches Porträt des Fürsten von Wales und Herzogs von Cornwall. Ihre Biographie des 1948 geborenen Thronfolgers, Sohn von Elisabeth II. und Prinz Philip, ist ein 480 Seiten dickes Geschichtsbuch über das Vereinigte Königreich nach dem Zweiten Weltkrieg.

 
 

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Die Autorin berichtet seit drei Jahrzehnten für anspruchsvolle Medien über internationale Politik und Zeitgeschichte. In ihren Recherchen zu Charles, in ihren Interviews mit Zeitzeugen und mit dem Prinzen selbst, trägt sie so unglaublich viele Details zusammen, dass dagegen vermutlich nur die ältesten und engsten Mitarbeiter am Hof etwas einwenden könnten. Oder eben Historiker nach jahrzehntelangen Forschungen in den offiziellen und privaten Archiven. Beeindruckend! –

Im Licht der Öffentlichkeit und trotzdem ein Unbekannter

Prinz Charles geht bereits scharf auf die 70 zu. Als wir ihn seinerzeit in Englisch bewusster wahrnahmen, war er schon erwachsen. In Geschichte alberten wir über seine Gemeinsamkeit mit Hans-Dietrich Genscher. Später als Studenten und dann durchaus mit einer Prise Eifersucht sahen wir vor allem Diana neben und unabhängig von Charles. Rolf Seelmann-Eggebert berichtete – immer britisch korrekt gekleidet –, über die Sissy von London, die unsere Aufmerksamkeit weg von den markanten Ohren Charles und hin zu den anderen Begabungen des Thronfolgers lenkte.

Camilla Parker Bowles tauchte immer wieder an Charles Seite auf, vor allem in den flüchtigen Berichten der gelben Presse beim Friseur und beim Zahnarzt. Dann noch die Söhne von Charles und Diana: Harry und William kamen optisch lange dem viel später geborenen Kevin De Bryne nahe, spielten vermutlich aber eher Polo als Fußball und das sicher nicht in Belgiens Nationalelf, ja nicht einmal bei Manchester City.

Charles hat sich unseren Respekt, der ihm all die Zeit über gebührt hätte, im Lauf der Jahrzehnte erarbeiten müssen. Schon seine nationalen und internationale Titel aufzuzählen und zu erläutern, würde diesen Bericht sprengen. Catherine Mayer hat mehr Platz dafür und beleuchtet dabei all die Facetten, die den ewigen Prinzen zu einer bedeutenden Persönlichkeit machten.

Der Tower-Segler von London hat mächtig aufgeholt. Charles hat unter anderem Archäologie und Anthropologie studiert, interessiert sich für Architektur und Stadtentwicklung. Eine seiner zahlreichen Schirmherrschaften gilt der Förderung von Musikern, zu deren Abschlusskonzerten er sich auch selbst ans Schlagzeug setzt. Prinz Charles malt Aquarelle und ist ein weltweit anerkannter Klimaschützer und Biobauer.

Nun ja, seine Leidenschaft für die Fuchsjagd und seine vielen Verpflichtungen rund ums Militär sind wohl Teil des Protokolls und bedienen damit auch die nationale Identität der britischen Untertanen. Die wollen jetzt ohne Europa auskommen, werden auf das Königshaus aber nicht verzichten.

Catherine Mayer zeichnet eine vielschichtige Persönlichkeit. Charles füllt nicht nur einfach seine Prinzen-Rolle aus, süß innen drin und mit viel Pomp und Schlössern drum herum. »Charles – Mit dem Herzen eines Königs« bringt uns den Sohn Elisabeth II. als jemanden nahe, der seine Pflichten als Mitglied des Königshauses wahrnimmt und dabei eine ganz eigene, unabhängige Handschrift entwickelte.

Würdevoll und kritisch bewegt er sich unter den modernen Führern dieser Welt und bewahrt sich dabei seinen Blick für das, was überdauern soll. Die Tradition des Thronfolgers wird mittelfristig Prinz William fortführen. Seinem Vater Charles geht es längst um die Welt an sich.

Catherine Mayer umschifft nicht die gewisse Tragik, nach der Prinz Charles wie sein Vater Prinz Philip offiziell immer nur die zweite Geige hinter Elisabeth II. gespielt haben wird. So hochachtungsvoll, wie sie über den Prinzen berichtet, wünsche ich mir zumindest, dass Charles‘ insgesamt feine Art über den Atlantik und an den Bosporus wehen möge. Mindestens. –

Ich bin froh, dass ich den Prinzen nur lesen durfte und ihn nicht auch noch auswendig lernen muss. Trotzdem wären mir ein paar ausgleichende Persönlichkeiten wie Prinz Charles in den Machtzentren von Ost, West, Nord und Süd sympathisch. Vielleicht sollten viel mehr von denen, die gerade in die Geschichtsbücher drängen, zuvor die Fleißarbeit der früheren Time-Mitarbeitern Catherine Mayer gelesen haben.


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